Navigation

Oralchirugie

Wurzelspitzenresektion

Stirbt ein Zahn infolge einer bakteriellen Infektion ab, so kann diese über die Wurzelspitze hinaus in den umliegenden Kieferknochen gelangen und dort Schäden verursachen (Granulome, Zysten). Haben diese krankhaften Veränderungen bereits eine gewisse Ausdehnung erreicht, lassen sie sich mit einer herkömmlichen Wurzelbehandlung allein nicht mehr zur Ausheilung bringen. Soll der Zahn dennoch gerettet werden, muß die infizierte Wurzelspitze einschließlich des krankhaft veränderten Gewebes operativ entfernt werden.

Dr. Hans-Jörg Wever und Dr. Fransiska Wever

Lippenbändchen

Ein relativ kleiner Eingriff ist die Entfernung eines zu hoch ansetzenden Lippenbändchens (Frenulektomie). Diese Bändchen können den Lückenschluss zwischen den Frontzähnen (Diastema) verhindern oder durch ihre Zugwirkung einen Rückgang des Zahnfleisches auslösen. Des weiteren kann ein zu hoch ansetzendes Lippenbändchen im zahnlosen Kiefer die Totalprothese mechanisch abhebeln, wodurch ihr Saugeffekt und damit der Halt verloren geht. Unter lokaler Anästhesie wird das überentwickelte Lippenbändchen von seinem Ansatz getrennt.

Entfernung der Weisheitszähne

Bei Weisheitszähnen kommt es häufig vor, dass sie nicht oder nur teilweise durchbrechen oder verborgen oder verlagert im Kiefer liegen. Solche retinierten (zurückgehaltenen) Zähne können starke Schmerzen aber auch Schäden an benachbarten Zähnen und im Kiefer verursachen (Resorptionen und Zysten). Darüber hinaus begünstigen sie bei Platzmangel im Kiefer häufig Zahnfehlstellungen und sollten daher im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung entfernt werden. Weisheitszähne haben oft stark gekrümmte Wurzeln. Bei jungen Menschen ist das Wachstum der Wurzeln noch nicht abgeschlossen und der Kieferknochen wird erst zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr dicht und kompakt. Beides hat einen Einfluss darauf, wie leicht oder schwierig der Eingriff ist und die Wundheilung abläuft. Daher ist es sinnvoll, die Entfernung der Weisheitszähne zwischen dem 17. und 20. Lebensjahr vornehmen zu lassen.